Knäckebrot gehört in Schweden einfach dazu. Knusprig, herzhaft und wunderbar vielseitig begleitet es das Frühstück, eine kleine Zwischenmahlzeit oder eine gemütliche Brotzeit. Selbst gebacken schmeckt es dabei noch einmal ganz besonders: rustikal, aromatisch und genau so dünn, wie du es am liebsten magst.
Dieses schwedisch inspirierte Knäckebrot wird mit Roggenmehl und getrocknetem Fenchel zubereitet, der dem Teig eine angenehm würzige, leicht anisartige Note verleiht. Der Teig darf über Nacht im Kühlschrank ruhen und wird am nächsten Tag möglichst dünn ausgerollt – besonders praktisch funktioniert das mit einer Nudelmaschine.
Dann braucht es nur noch wenige Minuten im Ofen, bis aus dem Teig wunderbar knuspriges Knäckebrot wird.
Zutaten
Für eine Portion schwedisches Knäckebrot:
- 70 g aktiver Roggen-Sauerteig
- 5 g Frischhefe
- 150 ml Milch, lauwarm
- 25 g Honig
- 6 g Salz
- 1 EL angestoßene Fenchelsamen
- 110 g Roggenmehl Type 1150
- 120 g Dinkelmehl Type 630
So wird's gemacht
1. Teig ansetzen
Erwärme die Milch leicht, sodass sie lauwarm ist. Sie sollte nicht heiß sein, damit Sauerteig und Hefe nicht geschädigt werden.
Löse die Frischhefe zusammen mit dem Honig in der lauwarmen Milch auf.
Gib anschließend den aktiven Roggen-Sauerteig, das Salz, die angestoßenen Fenchelsamen sowie das Roggen- und Dinkelmehl dazu.
Verknete alle Zutaten zu einem glatten Teig. Der Teig sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht stark kleben.
2. Über Nacht ruhen lassen
Forme den Teig zu einer Kugel und lege ihn in eine leicht geölte Schüssel. Decke die Schüssel gut ab.
Lass den Teig zunächst etwa 30 bis 60 Minuten bei Raumtemperatur anspringen und stelle ihn anschließend über Nacht in den Kühlschrank.
Durch die lange, langsame Teigruhe kann sich ein besonders schönes Aroma entwickeln.
3. Den Teig dünn ausrollen
Nimm den Teig am nächsten Tag aus dem Kühlschrank und lass ihn etwa 20 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen.
Teile ihn anschließend in kleinere Portionen.
Rolle jede Portion zunächst mit einem Nudelholz etwas flacher und gib sie dann durch eine Nudelmaschine. Arbeite dich dabei Schritt für Schritt zu einer möglichst dünnen Teigplatte vor.
Alternativ kannst du den Teig natürlich auch mit einem Nudelholz sehr dünn ausrollen.
Je dünner der Teig, desto knuspriger wird später das Knäckebrot.
4. In Form schneiden
Schneide den Teig in Rechtecke, Dreiecke oder ganz rustikale Stücke.
Damit sich beim Backen keine großen Blasen bilden, kannst du die Teigstücke mit einer Gabel mehrfach einstechen.
5. Knäckebrot backen
Heize den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vor.
Lege die Teigstücke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backe sie etwa 6 bis 8 Minuten.
Die genaue Backzeit hängt stark davon ab, wie dünn du den Teig ausgerollt hast und wie dein Backofen arbeitet. Behalte das Knäckebrot beim ersten Blech deshalb gut im Auge.
Es sollte trocken, knusprig und leicht gebräunt sein.
6. Vollständig auskühlen lassen
Nimm das Knäckebrot aus dem Ofen und lass es auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
Erst beim Auskühlen wird es richtig knusprig.
Sollte es anschließend noch etwas weich sein, kannst du es für einige Minuten bei niedriger Temperatur im Ofen nachtrocknen lassen.
So schmeckt dein Knäckebrot besonders gut
Das würzige Fenchel-Knäckebrot passt wunderbar zu:
- Butter und kräftigem Käse
- Frischkäse und Gurke
- Räucherlachs und Dill
- Hummus und frischen Kräutern
- Avocado und etwas Zitrone
- Butter und Marmelade
SUPERCRAFT-Tipp
Du kannst mit der Dicke wunderbar experimentieren: Rollst du den Teig hauchdünn aus, wird das Knäckebrot besonders kross und fein. Etwas dickere Stücke bekommen dagegen einen rustikaleren Biss.
Und auch bei den Gewürzen darfst du kreativ werden: Statt Fenchel schmecken zum Beispiel Kümmel, Sesam, Mohn oder eine Mischung aus verschiedenen Saaten hervorragend.
Denn selbst gebackenes Knäckebrot muss nicht perfekt aussehen. Hauptsache, es knackt beim Reinbeißen.









