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Ritual im Alltag: Englische Tea Time

Ritual im Alltag: Englische Tea Time

Es gibt Momente, in denen eine kleine Pause alles verändern kann – und die englische Tea Time zeigt das auf besonders charmante Weise. Sie ist mehr als nur Tee und Gebäck: Sie ist ein Ritual, das entschleunigt, verbindet und aus dem Alltäglichen etwas Besonderes macht. Dieser Artikel lädt dich ein, die Tradition der Tea Time zu entdecken, ihren kulturellen Hintergrund kennenzulernen und dir eigene, kreative Ideen für eine moderne DIY-Tea-Time zuhause mitzunehmen.


Die englische Tea Time – Tradition, Genuss & DIY

Die englische Tea Time gilt als eine der schönsten kleinen Auszeiten des Tages – und tatsächlich steckt dahinter eine lange Tradition. Ihren Ursprung hat sie im 19. Jahrhundert, als Anna Maria Russell, Duchess of Bedford, begann, sich am Nachmittag Tee und kleine Snacks servieren zu lassen, um die lange Zeit bis zum späten Dinner zu überbrücken. Aus diesem privaten Ritual wurde bald ein gesellschaftliches Ereignis: elegant, gesellig und voller Genussmomente, die bis heute weltweit geliebt werden.

In England unterscheidet man bis heute verschiedene Formen:
Afternoon Tea (die klassische Variante mit Scones, Sandwiches & Cakes) und High Tea, das früher eine kräftige, einfache Abendmahlzeit der Arbeiterklasse war.

Die romantisierte Vorstellung vom glamourösen „High Tea“ ist also eigentlich ein moderner Mythos – die festliche Nachmittags-Tea-Time ist der eigentliche Klassiker.

Was die Tea Time so zeitlos macht, ist ihr Charakter: Sie zwingt niemanden zur großen Geste, sondern feiert die kleine. Ein Tablett. Eine Kanne Tee. Etwas Süßes und etwas Herzhaftes. Und der Moment, der dadurch entsteht.


DIY: Deine eigene Tea Time zuhause

Du brauchst kein viktorianisches Tee-Service, um eine stimmungsvolle Tea Time zu erleben. Mit ein paar einfachen Handgriffen holst du dir das Gefühl ganz leicht nach Hause – ob allein, mit Freund:innen oder als kleine Familienzeremonie.

Teeauswahl – deine persönliche Mischung

Wähle deinen Lieblings-Tee: Earl Grey, Darjeeling, Assam oder Kräutertees wie Minze und Verbene.

Tipp: Mische dir deine eigene Hausmischung z.B. aus Schwarztee, Orangenstücken und Ringelblumenblüten – du kannst sie in einem Schraubglas aufbewahren.

Scones selbst backen

Scones sind der klassische Begleiter. Sie gelingen einfach und schnell: Mehl, Butter, Sahne, Backpulver, etwas Zucker.

Dazu: Clotted Cream (oder geschlagene Sahne) und Marmelade.

DIY-Cake-Stand aus Tellern & Tassen

Für eine improvisierte Etagere stapelst du zwei schöne Teller und eine Tasse dazwischen.

Einfach, stabil und sofort mit Tea-Time-Atmosphäre.


Ein paar Blümchen

Ein paar kleine Blüten oder Zweige (z. B. Wacholder, Eukalyptus, Hagebutte im Winter) in einem Mini-Väschen reichen völlig.


Handmade Sandwiches

Belege Weißbrot z.B. mit Gurke & Frischkäse, Ei & Kresse, Lachs & Dill

Dein persönliches Tea-Time-Ritual

Mach dir eine kleine Gewohnheit daraus: Einmal pro Monat. Jeden zweiten Sonntag. Oder immer dann, wenn du eine kreative Pause brauchst.

Die Tea Time erinnert uns daran, dass Genuss oft in den kleinen Dingen liegt. In der Kanne Tee. Im warmen Scone. Im gemeinsamen Sitzen. Und vielleicht vor allem: Im kurzen Innehalten. Happy making :)

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