Ich habe meine Haare selbst geschnitten. Und zwar nicht nur ein bisschen die Spitzen. Ich habe mir einen Bob geschnitten, meinen Pony verändert und dabei etwas entdeckt, das eigentlich ziemlich gut zu SUPERCRAFT passt: Es ist erstaunlich, wie viel man selbst lernen kann, wenn man sich einfach mal traut.
Und das Beste: Der Schnitt ist richtig gut geworden. Deshalb möchte ich euch heute von meinem kleinen DIY-Haircut-Abenteuer erzählen – und euch eine Frau vorstellen, die mich überhaupt erst auf die Idee gebracht hat: die Hairstylistin Jayne Matthews.
Vorher: „Das würde ich mich niemals trauen“
Haare schneiden gehört für mich zu den Dingen, die man normalerweise machen lässt. Man geht zum Friseur, erklärt ungefähr, was man möchte, setzt sich hin – und hofft, dass am Ende genau das herauskommt, was man sich vorgestellt hat. Und dann bin ich über die DIY Hair Classes von Jayne Matthews gestolpert.
Ihre Philosophie hat mich sofort angesprochen: Warum sollten wir eigentlich nicht lernen, unsere eigenen Haare zu schneiden? Nicht, weil Friseur überflüssig wäre. Und auch nicht, weil jeder Mensch plötzlich seinen eigenen professionellen Haarschnitt beherrschen muss. Sondern einfach, weil es eine Fähigkeit ist, die man lernen kann. Und weil es ziemlich befreiend sein kann, selbst über seine Haare zu bestimmen. Also habe ich es ausprobiert.
Zwei Kurse, ein Haarschneidemesser – und viel Vertrauen, dass es gut wird
Ich habe zunächst Jayne Matthews' DIY Bangs Class gemacht und danach auch ihren DIY Bob Class. Und ich war ehrlich gesagt überrascht, wie gut das funktioniert hat.
Jayne erklärt sehr genau, worauf es ankommt, wie man die Haare abteilt, in welchem Winkel man schneidet und wie man die Technik an die eigene Haarstruktur anpasst. Sie zeigt die einzelnen Schritte nicht nur an anderen Personen, sondern arbeitet teilweise auch an ihrem eigenen Haar. Das fand ich besonders hilfreich. Denn plötzlich wird aus „Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll“ ein ziemlich konkreter Ablauf: Abteilen. Ausrichten. Schneiden. Kontrollieren. Nacharbeiten. Und natürlich: lieber erstmal weniger abschneiden.
Das vielleicht wichtigste DIY-Prinzip: Fang klein an
Genau das würde ich auch allen empfehlen, die jetzt Lust bekommen haben, selbst zur Schere zu greifen: Nicht einfach drauflosschneiden.
Schaut euch zunächst eine Technik an, die wirklich zu eurer Haarlänge, Haarstruktur und dem gewünschten Schnitt passt. Denn lockiges Haar verhält sich anders als glattes Haar. Ein Bob funktioniert anders als ein Pixie. Und ein Pony ist wieder eine ganz eigene Angelegenheit. Deshalb finde ich den Ansatz von Jayne Matthews so sinnvoll: Sie bietet unterschiedliche Classes für unterschiedliche Haartypen und Schnitte an. Und dann gilt: erst einmal weniger schneiden. Ein Zentimeter lässt sich immer noch abschneiden. Einen Zentimeter wieder ankleben wird schwierig.
Gerade beim ersten Versuch würde ich außerdem empfehlen, nicht gleich eine komplette Typveränderung anzustreben. Vielleicht beginnt ihr mit dem Pony, ein paar Face-Framing-Partien oder einer kleinen Auffrischung.
DIY bedeutet nicht: möglichst viel selbst machen. Es bedeutet: selbst entscheiden, selbst ausprobieren und dabei langsam sicherer werden.
Wer ist eigentlich Jayne Matthews?
Jayne Matthews ist Hairstylistin und arbeitet in Kalifornien. Sie hat viele Jahre professionell Haare geschnitten und daraus schließlich ihre DIY Haircut Classes entwickelt.
Die Idee dahinter ist ziemlich sympathisch: Menschen sollen lernen, ihre eigenen Haare zu schneiden – ohne dafür selbst Hairstylist werden zu müssen. Ihre Classes richten sich ausdrücklich an Menschen ohne professionelle Vorerfahrung.
Es geht um verständliche Techniken, darum, die eigene Haarstruktur zu verstehen und darum, selbstbewusster mit den eigenen Haaren umzugehen. Und genau diese Haltung gefällt mir. Denn DIY muss ja nicht immer bedeuten, etwas komplett von Grund auf selbst herzustellen. Manchmal bedeutet DIY einfach: „Ich möchte wissen, wie das funktioniert.“
Die DIY Bangs Class
In der DIY Bangs Class zeigt Jayne verschiedene Varianten für Ponys und Face-Framing-Partien. Sie erklärt, wie man unter anderem Curtain Bangs und weichere, kürzere Ponyvarianten schneidet und wie man dabei die eigene Gesichtsform und Haarstruktur berücksichtigt. Für mich war das ein ziemlich guter Einstieg.
Denn ein Pony verändert einen Haarschnitt sofort – und gleichzeitig kann man relativ gezielt arbeiten. Was ich besonders mochte: Jayne vermittelt nicht das Gefühl, dass man irgendeine mathematisch perfekte Linie herstellen muss. Es geht vielmehr darum, zu verstehen, was das Haar macht. Wie fällt es? Wo liegt Gewicht? Wie bewegt es sich? Und wie kann ich mit dieser Bewegung arbeiten? Das macht die Sache plötzlich viel weniger beängstigend.
Und dann kam der Bob
Nach dem Pony habe ich mich an den DIY Bob Class gewagt. Hier wird es natürlich etwas ambitionierter.
Jayne zeigt verschiedene Techniken, mit denen man einen Bob schneiden und Textur ins Haar bringen kann. Auch unterschiedliche Haarstrukturen werden berücksichtigt. Und was soll ich sagen? Ich war wirklich begeistert. Mein Schnitt ist richtig gut geworden.
Natürlich würde ich behaupten, dass ich vorher ein bisschen Respekt hatte.
Immerhin stehen wir beim Selberhaareschneiden vor einem kleinen Problem: Haare wachsen nach – aber leider nicht sofort. Aber genau deshalb ist es so wichtig, nicht blind loszulegen, sondern sich vorher eine gute Technik anzuschauen und zu verstehen, was man tut.
Bei mir hat es funktioniert. Und das Gefühl danach war ziemlich großartig. Nicht nur wegen des neuen Haarschnitts. Sondern weil ich dachte:„Okay. Das kann ich jetzt also auch.“
Und genau darum geht es beim Selbermachen
Das ist wahrscheinlich der Teil, der mich an dieser Geschichte eigentlich am meisten begeistert. Denn natürlich kann man sich die Haare schneiden lassen. Natürlich kann man einen Tisch kaufen. Natürlich kann man Brot kaufen, Kleidung kaufen, Keramik kaufen oder jemanden beauftragen, etwas zu reparieren. Und natürlich werde ich auch weiterhin zum Friseur gehen.
Selbermachen bedeutet nicht, alles selbst machen zu müssen. Aber jedes Mal, wenn wir eine neue Fähigkeit lernen, erweitert sich unser Handlungsspielraum ein kleines bisschen. Wir sparen vielleicht Geld. Wir werden unabhängiger. Wir verstehen besser, wie Dinge funktionieren. Und wir entwickeln mehr Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten. Das ist für mich einer der schönsten Aspekte von DIY.
Was ich besonders sympathisch finde: Es geht nicht um Perfektion
Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich Jaynes Ansatz so mag. Sie vermittelt nicht: „Du brauchst keine Profis mehr.“ Sondern eher: „Du kannst das lernen.“ Und das ist ein großer Unterschied.
Es geht nicht darum, einen professionellen Haarsalon zu ersetzen. Es geht darum, dass wir uns selbst etwas zutrauen. Vielleicht möchtest du deinen Pony zwischendurch selbst auffrischen. Vielleicht möchtest du deine Face-Framing-Partien verändern. Vielleicht möchtest du irgendwann deinen eigenen Bob schneiden. Oder vielleicht willst du einfach nur verstehen, wie ein Haarschnitt eigentlich funktioniert. Alles davon ist völlig okay.
Mein Fazit: Schneidemesser in die Hand!
Ich hätte vor ein paar Jahren wahrscheinlich nicht gedacht, dass ich irgendwann einen Artikel darüber schreiben würde, dass ich mir meinen eigenen Bob geschnitten habe.
Aber genau das ist ja das Schöne am Selbermachen. Man weiß vorher nie ganz genau, was man alles kann. Man muss es ausprobieren. Und manchmal stellt man danach fest: „Wow. Das hat ja tatsächlich funktioniert!“
Mein persönlicher Tipp deshalb: Wenn euch das Thema interessiert, schaut euch zuerst die passende Class für eure Haarstruktur und den gewünschten Schnitt an. Fangt mit einer kleinen Veränderung an und nehmt lieber erstmal weniger weg. Und dann? Schneidemesser in die Hand und los. Na gut – mit ein bisschen Vorbereitung.

Die DIY Hair Classes von Jayne Matthews
Jayne Matthews bietet verschiedene Online-Classes an – unter anderem für Bangs, Layers, Bobs, Pixie Cuts sowie Curly Bangs und Curly Layers. Außerdem gibt es Classes zum Styling.
Die Kurse sind für Menschen ohne professionelle Friseurausbildung gedacht und zeigen Schritt für Schritt, wie man die jeweiligen Techniken selbst anwenden kann.
Ich selbst habe DIY Bangs und DIY Bob ausprobiert und kann sagen: Bei mir hat es wunderbar funktioniert. Wenn ihr neugierig geworden seid, könnt ihr euch die verschiedenen Classes hier anschauen:
DIY Hair Classes von Jayne Matthews (✌️ persönliche Empfehlung & kein Affiliate-Link)
Ich bin gespannt auf dein Ergebnis! Schick mir gerne eine Email mit deinem neuen Haarschnitt :)
Wichtig: Die Classes ersetzen keine professionelle Friseurausbildung und nicht jede Technik ist für jede Haarstruktur geeignet. Informiert euch deshalb vor dem Schneiden über die passende Methode für eure Haare und beginnt lieber vorsichtig mit kleinen Veränderungen. Was einmal abgeschnitten ist, wächst schließlich nicht auf Knopfdruck wieder nach.








